Tourismus Jobs - Jobbörse für Arbeitsplätze in der Reisebranche

Zahlreiche Möglichkeiten für das Studium im Ausland, ein Auslandssemester oder Praktika im Ausland reizen junge Leute, sich die Welt einmal aus einem ganz bestimmten Blickwinkel anzusehen. Außerdem werden Auslandserfahrungen von potenziellen Arbeitgeber vielfach positiv bewertet, wodurch ein Praktikum oder Studieren im Ausland zum unverzichtbaren Teil der Ausbildung werden. Gewissenhafte Vorbereitung sollte dabei nicht zu kurz kommen, denn nur wer überlegt in den Auslandsaufenthalt startet, kann die Zeit in einem anderen Land vom Anfang bis zum Ende genießen. Im Vorfeld steht die Überlegung wann und wo das Auslandsstudium oder -praktikum stattfinden sollen. Auch die Frage Was möchte ich genau machen? ist entscheidend, um sich für einen praxisorientierten Aufenthalt oder ein Studiensemester bzw. Studienjahr an einer ausländischen Hochschule zu entscheiden. Neben den beruflichen Zielen und Studienvorgaben wie beispielsweise pflichtigen Auslandspraktika entscheiden sich viele Studenten auch aus privaten Gründen für einen Auslandsaufenthalt. Die mehrheitlich zwischen 20 und 25 Jahre alten Studenten nutzen die Zeit im Auslad, um Land und Leute kennen zu lernen, andere Sprache zu erlernen und praktische Kenntnisse für die weitere Ausbildung und die Berufswelt zu erarbeiten.

Um das „Abenteuer Auslandsstudium“ zu bestehen, ist die Kenntnis der Sprache im Zielland eine der wichtigsten Voraussetzungen. Ist diese Hürde genommen, liegen die Vorteile von Auslandsstudium und -praktikum auf der Hand:

  • Auslandserfahrung ist für den deutschen, europäischen und internationalen Arbeitsmarkt unerlässlich.
  • Neu erworbene und verbesserte Sprachkenntnisse erhöhen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
  • Ein Gespür für interkulturelle Besonderheiten und Unterschiede bekommt man beim Auslandsaufenthalt gratis dazu.
  • Der Blick über den eigenen Horizont hinaus ermöglicht Studenten, ihre „Soft Skills“ zu trainieren. Selbständigkeit, Kommunikationsfähigkeit und Teamgeist werden geschult.
  • In fachlicher Hinsicht kann man durch die ausländischen universitären und unternehmerischen Partner sein Wissen erweitern.

1. Studium im Ausland

Auslandserfahrung ist eine unerlässliche Schlüsselqualifikation und wird in Wirtschaft und Wissenschaft, insbesondere im Zuge einer internationalen Zusammenarbeit, stark nachgefragt. Im Austausch mit anderen Ländern und Kulturen können Studierende und Hochschulabsolventen ihren Horizont erweitern. In persönlicher und fachlicher Hinsicht bekommt man dabei gleichermaßen die Chance, sich weiterzuentwickeln.

Studienaufenthalte im Ausland werden in der Regel für einen Zeitraum zwischen einem Semester und einem Studienjahr geplant. Denkbar ist auch, ein weiterführendes Studium im Ausland abzuschließen oder zum Zweck einer Promotion an einer Partnerhochschule im Ausland zu studieren. Wer sich gut informiert und mit der Planung des Auslandsaufenthalts rechtzeitig beginnt, vermeidet typische Stolpersteine bei der Bewerbung und erlebt im Nachhinein auch keine unerwünschten Überraschungen bei Finanzierung oder Reisevorbereitung.

Planung und Information

An einem Auslandsaufenthalt interessierte Studenten sollten sich zunächst an der eigenen Hochschule informieren. Das Akademische Auslandsamt, zahlreiche Beratungsangebote studentischer Organisationen und Beauftragte der einzelnen Fakultäten stehen zur Verfügung, um sich einen ersten Überblick über die Studienmöglichkeiten im Ausland zu verschaffen. So bekommt man Informationen über Austauschprogramme (z.B. ERASMUS), Partneruniversitäten und Zulassungsbedingungen an ausländischen Hochschulen. Durch das Angebot an Kooperationen der eigenen Hochschule, lässt sich die Wahl des Studienlandes auch recht gut eingrenzen.

Vor allem die noch jungen Bachelor- und Master-Studiengänge entstanden in dem Bestreben nach Internationalität und vergleichbaren Leistungen. In diesem Zusammenhang sollten sich Studenten im Vorfeld auch über die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen, das ECTS-Modell (European Credit Transfer System) und Vertragsvereinbarungen (Learning Agreements) zwischen der Heimat- und Gasthochschule informieren, die bei ERASMUS-Studienaufenthalten Pflicht ist.

Außerdem sind spezifische Anforderungen, welche die jeweilige Universität an den Auslandsaufenthalt stellt, bei der Planung und Organisation von Auslandsstudium und Praktika zu beachten. So müssen sich Studierende vor einer längeren Auslandsreise beurlauben lassen, um danach erfolgreich das Studium an der Heimathochschule fortsetzen zu können. Informationen zu Bewerbung, Finanzierung und Förderungsmöglichkeiten sind der nächste Schritt, um erfolgreich ins „Abenteuer Auslandsstudium“ zu starten.

Bewerbung

Für die Bewerbung an ausländischen Hochschulen gelten besondere Bedingungen. Die Bewerbungs- und Einschreibefristen beginnen meist schon weit vor dem eigentlichen Studienbeginn. Dabei können Motivationsschreiben und Empfehlungen von Professoren und Hochschullehrern eine wichtige Rolle spielen. Jedes Studienland knüpft an Bewerbungen seine eigenen formellen und inhaltlichen Voraussetzungen. Oft ist es notwendig, sich an der Gasthochschule frühzeitig zu bewerben. Wer gut informiert ist, hat hier einen klaren Vorteil. Je nach einzelner Regelung, erfolgt die Bewerbung auf Englisch oder in der jeweiligen Landessprache. Es ist daher entscheidend, entsprechende Sprachkenntnisse für das gewünschte Studienland vorweisen zu können.

Finanzierung, Kosten und Förderungsmöglichkeiten

In finanziellen Belangen erscheint ein Auslandsaufenthalt oft als unüberwindbare Hürde. Damit die Kosten für eventuelle Studiengebühren, Reise, Unterkunft, Versicherung und vieles mehr nicht den finanziellen Rahmen sprengen, bieten Informationsstellen (z.B. Akademisches Auslandsamt) Tipps zu Finanzierung und Förderung von Auslandsaufenthalten. Es empfiehlt sich, spätestens sechs Monate vor Antritt des Auslandsstudiums notwendige Anträge auf Beihilfen (z.B. Auslands-BAföG) zu stellen. Mit Stipendien kann man die Kosten für das Auslandsstudium ebenfalls in Grenzen halten. Die meisten Stipendien und Förderprogramme (z.B. vom DAAD) werden jedoch bis zu einem Jahr im Voraus ausgeschrieben, so dass die rechtzeitige Bewerbung für ein solches Programm oftmals zum Stolperstein wird.

Reisevorbereitung

Bei der Reisevorbereitung lauern ebenso Tücken. Wer ein Visum für sein Studienland braucht, muss dieses rechtzeitig beantragen. Das Auswärtige Amt informiert zudem über Einreisebestimmungen der Länder und berät auch in Fragen wie Gesundheitsvorsorge. Von großer Bedeutung ist auch der Versicherungsschutz. Studenten müssen mindestens über eine Kranken- und Unfallversicherung für das Ausland verfügen. Dafür gibt es spezielle Versicherungsangebote für Studenten. Wer über Lebenshaltungskosten und Wohnmöglichkeiten im Studienland Bescheid weiß, findet eine dem Budget entsprechende Unterkunft. Am besten man informiert sich vor der Anreise bereits über günstige Angebote oder Wohnheimplätze der Gasthochschule. Dies gilt auch allgemein für die Reise ins Studienland (z.B. Flugbuchung).

2. Praktikum im Ausland

Von einem Praktikum im Ausland können Studenten nur profitieren. Die Praktikumstätigkeit in einem anderen Land ermöglicht den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Was man hier lernt, ist einem das ganze Leben lang von Nutzen. Damit das Auslandspraktikum ein Erfolg wird, sollte man einige Hinweise beachten. Zu empfehlen ist ein praxisorientierter Auslandsaufenthalt nach Abschluss des Grundstudiums. Erst mit einem gewissen Maß an Grundkenntnissen im Studienfach kann man auch im Ausland beruflich verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen. Für viele Unternehmen ist ein abgeschlossenes Grundstudium daher Bewerbungsvoraussetzung.

Planung und Information

Studenten, die sich für ein Auslandspraktikum interessieren, können kompetente Unterstützung in Anspruch nehmen. Praktikumsplätze werden nicht nur direkt von Unternehmen vergeben, sondern auch von zahlreichen Organisationen vermittelt. An den Hochschulen gibt es oftmals Institutionen, die sich gezielt mit dem Thema Auslandspraktika auseinandersetzen. Auch private Vermittlungsorganisationen, die man jedoch für ihre Leistungen vergüten muss, stellen Praktikumsplätze im Ausland bereit. Studenten sollten daher frühzeitig mit der Planung beginnen, um sich einen umfassenden Überblick über ihre Möglichkeiten zu verschaffen. Je nach Studieninhalten und Interesse finden sich in zahlreichen europäischen und außereuropäischen Ländern Praktika für Studierende. Umfangreiches Informieren ist die Basis für erfolgreiche Bewerbungen, die sorgenfreie Finanzierung des Auslandsaufenthaltes und die gesamte Reisevorbereitung.

Bewerbung

Bei Bewerbungen für Praktika im Ausland muss man länderspezifische formelle und inhaltliche Anforderungen beachten. Im englischsprachigen Raum zählt häufig ein Motivationsschreiben zu den wichtigsten Bewerbungsunterlagen. Mit dem Blick auf eine Musterbewerbung kann man Stolperfallen einfach umgehen: Tipps zur Gestaltung von Bewerbungen im jeweiligen Zielland können Studierende gezielt im Internet abrufen. Am besten verschickt man die Bewerbung per E-Mail, so dass die Bewerbungsfrist angemessen berücksichtigt werden kann und ein schneller Kommunikationsprozess möglich ist. Meist machen Unternehmen im weiteren Bewerbungsvorgang von Telefoninterviews Gebrauch, um die Bewerber näher kennen zu lernen. Auf fachliche Aspekte sollte man dabei ebenso gut vorbereitet sein wie auf Sprachtests.

Finanzierung, Kosten und Förderungsmöglichkeiten

Für Praktika im Ausland können Studierende verschiedene Förderungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen. Stipendien und Leistungen wie Auslands-BAföG müssen jedoch rechtzeitig beantragt werden. Daher ist es empfehlenswert, sich bereits zu Planungsbeginn Gedanken über die Finanzierung zu machen. Insgesamt sollten die Kosten für Reise, Unterkunft und Versicherungsschutz von einer eventuellen Praktikumsvergütung des Unternehmens, Fördergeldern und den persönlichen Ersparnissen finanziert werden können.

Reisevorbereitung

Visa- und Einreisebestimmungen sind wichtige Grundlage der Reisevorbereitung. Beim Auslandspraktikum ist es zudem von besonderer Bedeutung, dass im Vorfeld eine vertragliche Arbeitsvereinbarung getroffen wurde. Das Dokument, das beispielsweise Verdienst, Arbeitszeit und Tätigkeiten regelt, ist für Studenten und Unternehmen eine Absicherung und wird von fördernden Organisationen meist als Nachweis für die Leistungserbringung gefordert. Wer mit dem Unternehmen ein Praktikumszeugnis vereinbart, kann der Heimathochschule die Praktikumstätigkeit in adäquater Form nachweisen. Lange vor Reiseantritt sollte man sich auch über Versicherungsschutz, Unterkunft und Anreise Gedanken machen.

3. Checkliste für Auslandsstudium und Auslandspraktikum

(1) Rechtzeitige Planung ist alles!
Wer einen Auslandsaufenthalt während des Studiums machen möchte, sollte von einer Planungsphase von bis zu einem Jahr ausgehen. Wer sich etwa ein Jahr im Vorfeld über Studienmöglichkeiten im Ausland, Förderungsmaßnahmen für Auslandsaufenthalte, Finanzierung und andere wichtige Punkte aus den obigen Kapiteln Gedanken macht, ist auf der sicheren Seite. Eine rechtzeitige Planung erleichtert Studenten und potenziellen Kooperationspartnern die erfolgreiche Umsetzung des Auslandsaufenthalts. Besonders bei Bewerbungsfristen und Anträgen für Stipendien und anderen Förderleistungen ist das Zeitfenster von entscheidender Bedeutung.

(2) Sprache ist das A und O!
Kein Auslandsaufenthalt ohne Grundkenntnisse in der Landessprache: Wer im Studienalltag und auch privat im Ausland voran kommen will, muss sich entsprechend verständigen können. Bei Praktika im Ausland sind Sprachkenntnisse in der Betriebssprache ebenso wichtig. Vor Antritt des Auslandsaufenthalts sollte man sich daher Zeit für einen Sprachkurs nehmen und bisherige Sprachkenntnisse weiter ausbauen. Einige Institutionen und Hochschulen verlangen auch den Nachweis eines anerkannten Sprachtests (z.B. TOEFL).

(3) Ohne Moos nix los!
Für einen sorgenfreien Auslandsaufenthalt muss auch das Finanzielle stimmen. Kosten wie Studiengebühren, Lebenshaltungskosten im Zielland, Reisekosten und einiges mehr gilt es in die Organisation einzubeziehen. Plant man rechtzeitig, kann man sich mit Stipendien oder Fördergeldern wie Auslands-BAföG die Finanzierung des Auslandsstudiums sichern. Eine wichtige Information ist mit Sicherheit auch, dass bei Programmen wie ERASMUS und SOKRATES die Studiengebühren in West-, Mittel- und Osteuropa entfallen.

(4) Informationsangebote nutzen und fleißig recherchieren!
Da jeder Studienaufenthalt im Ausland, jedes Praktikum und jedes Reiseland ein wenig anders ist, kann man sich mit umfangreichem Informieren und fleißigem Recherchieren den nötigen Rückhalt für einen gelungenen Auslandsaufenthalt schaffen. Wertvolle Informationen zu allgemeinen Belangen und länderspezifische Beratungsangebote bietet neben den Akademischen Auslandsämtern und dem DAAD auch die Bundesagentur für Arbeit. Von Familie, Freunden und Bekannten bekommen Studierende meist auch einige der besten Tipps.

(5) Bei der Reisevorbereitung nichts dem Zufall überlassen!
Spaß und Freude an der Reise hat man vor allem, wenn man den Auslandsaufenthalt sorgfältig vorbereitet. Reisevorbereitungen, die gern einmal vergessen werden, sind Versicherungsschutz und Einreise-Besonderheiten (z.B. Visum).

4. Beliebte Ziele deutscher Studenten im Ausland

Studieren im Ausland gehört zu den Trends im Bildungsbereich, die sich weiter auf Wachstumskurs befinden. Nach Daten des Statischen Bundesamtes waren im Jahr 2010 rund 127.000 deutsche Studierende an einer ausländischen Hochschule immatrikuliert. Ausländischen Hochschulstandorten innerhalb Europas, aber auch weltweit sind dabei gefragt.




Zu den besonders beliebten Studienzielen deutscher Studenten (Stand: 2010) zählen Österreich (21,6%), die Niederlande (18,8%) und das Vereinigte Königreich Großbritannien (11,8%). Die Schweiz und die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) gehören für deutsche Studenten ebenso zu den Top 5 der Studienländer. Auf Platz 6 folgt das Reiseland Frankreich. Hochschulstandorte in China, Schweden, Spanien und Dänemark ergänzen die Liste der zehn beliebtesten Studienländer im Jahr 2010.




Eine weitere interessante Perspektive verdeutlicht die Statistik in Bezug auf verschiedene Studienfächer und Fachrichtungen. So entschieden sich beispielsweise Studenten der Humanmedizin mit einer deutlichen Mehrheit von 71 Prozent für ein Auslandsstudium in Ungarn. Für die Hälfte der Studenten im sprach- und kulturwissenschaftlichen Bereich gehörte Frankreich zu den beliebten Studienländern. In den Fachrichtungen Rechts- und Wirtschaftwissenschaft sowie den Sozialwissenschaften zog es 58 Prozent der Studierenden nach Australien.

Weiterführende Informationen zu Auslandsstudium und Auslandspraktikum:
- DAAD
- Auswärtiges Amt
- Bundesagentur für Arbeit (ZAV)
- Statistisches Bundesamt - Publikation Deutsche Studierende im Ausland 2000-2010